Israel kann die Lebensverhältnisse der Flüchtlinge ändern. Der Regierungsausschuß für Einordnung der Flüchtlinge, der 1983 unter Vorsitz des Ministers Mordechai Ben Porath tätig war, der selbst als Flüchtling aus dem Irak gekommen war, stellte seine Tätigkeit wegen Änderung der Regierungszusammensetzung ein. Seither ist israelischerseits kein Versuch unternommen worden, ein Programm mit Vision für die Einordnung der Flüchtlinge in die menschliche Gesellschaft zu entwickeln.
Die besten Köpfe Israels sind mit der Erfindung verschiedener absonderlicher Formeln für die Errichtung eines palästinaarabischen Nationalgebildes beauftragt worden, was soviel bedeutet wie das Großziehen eines Todfeindes. Die Lösung des Flüchtlingsproblems hat man auf das Endstadium des Prozesses verschoben, in ein utopisches zukünftiges Irgendwann. Zugleich mit dem Wirken in der internationalen Arena auf die Beendigung des Mandats der UNRWA hin und die Entfernung dieses problematischen Faktors aus der Flüchtlingsgleichung des vorderen Orients ist es an der Zeit, ein israelisches Planungsorgan aufzustellen, das gründliche Arbeit bei der Erkennung der Lage der Flüchtlinge und der Wege zu ihrer Rehabilitierung leistet und die Schaffung eines neuen Zustandes im vorderen Orient vorantreibt – als Geschenk zu Israels sechzigstem Geburtstag.