Bürger Israels!
 
Seit der Gründung des Staates Israel sehnen wir uns
nach Frieden mit unseren arabischen Nachbarn. Wir
träumen von Zeiten, in denen wir Kräfte und Hilfsmittel,
anstatt auf erbitterten Kampf ums Dasein, auf Blühen
und Gedeihen verwenden können, was allen Bewohnern der Region zustatten käme.
 
Der Oslo-Traum ist zum Alptraum geworden

Trotz aller aufrichtigen Bemühungen um Ruhe und Frieden, auch aller schmerzlichen Zugeständnisse, fordert doch der arabisch-israelische Streit weiterhin seinen grausamen Zoll von uns.

Was Israels Regierungen im Geist der Osloer Vereinbarungen angestellt haben, hat nicht etwa Frieden gebracht, sondern einen Strudel von Blut: die Hamas-Bande haust im Gazastreifen, Kassam-Raketen fliegen auf Sederoth, die Hisbollah beschießt Haifa, und nur der rastlosen Tätigkeit des Heeres im Bergland südlich und nördlich von Jerusalem ist es zu verdanken, daß nicht öfter von dort aus Mordbrenner durch Israel ziehen.

Auch den palästinensischen Arabern hat der Oslo-Prozeß nicht etwa zu bequemem Wohlstand verholfen, sondern nur zu Armut, Leid und Schrecken unter der Herrschaft von Räuberbanden.

Neue Denkart, neue Hoffnung
 
Das Streben nach Frieden war sicherlich kein Irrtum, irrig war nur der Weg, auf dem nach ihm gesucht wurde. Wir müssen unsere Grundannahmen neuer Prüfung unterziehen, erkennen, wo wir fehlgegangen sind, und das verfehlte Richtige tun.

Kommen wir zusammen und denken wir neu. Lernen wir aus Fehlern, die wir gemacht haben, und lesen wir mit frischem Geist und ungetrübtem Auge die Landkarte – finden wir mit ihrer Hilfe eine neue Hoffnung, eine reale diesmal, auf Ruhe und Frieden: die israelische Initiative.

Die israelische Initiative ist die Frucht tiefen Nachdenkens unter Berücksichtigung aller in der Region wirkenden Faktoren: der palästinensischen und der anderen Araber, der Amerikaner und der internationalen Gemeinschaft, und zuvörderst und zuoberst – der Israelis.

Die israelische Initiative ist die erste, die auch die neuen Gegebenheiten der Welt und Regionalpolitik mit dem Erstarken Irans, der Al Kaida, der Hisbollah und der Hamas in Rechnung zieht.

Die israelische Initiative gründet sich auf den Glauben, daß ein besseres Leben hier möglich ist. Daß ein anderes Israel geschaffen werden kann. Daß wir eine neue Sprache mit unseren arabischen Nachbarn schaffen können, eine Sprache, die auf der Bewahrung dessen beruht, was uns wichtig ist, und dabei die Bedürfnisse und Rechte unserer Nachbarn wirklich ehrt.

Diese Hoffnung möchte ich Ihnen vortragen.

Ihr


Knessethabgeordneter Benny Elon
 
Binjamin Elon, Vorsitzender der Ichud Leumi – Mafdal und Vorsitzender der Moledeth-Bewegung, war zweimal Tourismusminister. Vorsitzender des Aussschusses für Wisssenschaft und Technik, Vorsitzender der Lobby zur Förderung der Beziehungen zu christlichen Gemeinden in aller Welt und Mitglied des Ausschusses für Außenpolitik und Siedheit.